Warten

Nach nun einer Woche warten soll es heute Nacht weiter gehen.
Heute abend wird Linus uns nun verlassen. Einen Monat hat er mit uns verbracht und dabei sind wir von Strijensas in Holland 884 sm bis La Coruña – Spanien – gekommen. Wir haben uns auf’s offene Meer gewagt, durch den englischen Kanal gefahren, die Straight of Dover gequert und durch die Biskaya sind wir auch noch gekommen. Geplant war zwar, in der Zeit viel weiter zu kommen, aber als Segler müssen wir auf den richtigen Wind warten.
Angenehmer Weise fällt nun Linus Abfahrt mit dem passenden Wind zusammen. Um das Kap Finisterre jagt so gut wie immer ein starker Wind gen Süden, der gerne auch Sturmstärke annehmen kann. Das brauchen wir dann doch nicht. So haben wir die Woche in La Coruña verbracht mit Fussball gucken, lesen, schlafen und angeln. Wir haben sogar einiges gefangen. Gestern und vorgestern abend konnten wir feudal von den geangeleten Fischen essen, die wir auch gleich in unserem mitgebrachten Räucheröfchen zubereitet haben. Nach Internetrecherche haben wir also fünf dicklippige Meereschen verspeist. Nach unserem Geschmack super lecker. Die ansässigen Locals allerdings haben uns mehrfach erklärt, dass dieser Fisch so gar nicht schmecken würde. Können wir nicht bestätigen.
Die Tiere sind allerdings sehr schreckhaft und man muss sehr flink an der Angel sein, einen zu fangen bevor die Tiere einem nur das Brot von den Angel futtern. Oder auf den Köder zusteuern und gerade kurz davor wieder abbiegen ohne anzubeißen.

Das Wetter alledings ist endlich sommerlich warm. Heute ist es uns schon fast zu warm in der Mittagssonne. Wir werden also eine Siesta halten und dann das Boot auf die Abfahrt vorbereiten. Wasser tanken, aufräumen, nochmal einkaufen und natürlich die Marina bezahlen. Mit zumindest hat es in La Coruña doch immer mehr gefallen. Es gibt wirklich nette Ecken und gerade abends scheint die ganze Stadt zusammen zu kommen, um das Leben und sich selbst draußen bei einem Glas Wein oder Bier zu feiern.

Wir fahren also heute nacht los Richtung Portosin. Weitere 84 sm liegen vor uns. Wenn alles gut geht, sind wir morgen abend da. Unsere deutschen Stegnachbarn haben gestern ihr Auto schon mal nach Portosin gefahren und wollen mit uns zusammen aufbrechen. Sie waren total begeistert von dem kleinen und wohl urigen Städtchen. Wir sind gespannt und froh, dass es nun weiter geht in Richtung Elba.

Kategorien:Spanien

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.