Warum muss es auch immer ausarten?

Wer den letzten Beitrag aufmerksam gelesen hat, wird den Wink verstanden haben. Wir haben den neuen Boiler mit einigem hin und her eingebaut. Jetzt standen wir beide da und wollen ihn testen. Alex positioniert mich an der Spüle, alle Bodenbretter angehoben und sagt: „Da, da und da musst du gucken, ob es raus tropft.“ Er steht derweil hinten im Bad. Wir schalten die Wasserpumpe wieder an. Die pumpt sofort Wasser ins System. Ich gucke aufmerksam. Alles dicht. Auch bei Alex. Er ist ganz ungläubig. Auch als wir die Luft aus den Leitungen lassen, immer noch dicht. Gibt’s ja gar nicht. Super!

Na dann testen wir doch gleich mal das Warmwasser. Wir stellen den Boiler auf 60°C und warten. 10 Minuten später höre ich aus dem Bad ein „pfffffff“… Oh oh. Genau. Ein schöner Wasserstrahl kommt direkt aus dem Anschluss am Boiler selber raus. Von wegen „selten gebraucht“. Und hier artet das ganz dann komplett aus.

Wir schalten als erstes die Wasserpumpe wieder aus um den Druck aus dem System zu nehmen. Am nächsten Tag wird also der neue Boiler wieder ausgebaut.

Alex erkennt, dass es direkt an der Stelle wo der Heizstab verbaut wurde ein Korrosionsproblem = Loch gibt. Nicht verzagen, wir haben ja ein Schweißgerät. Dafür muss aber zuerst der Heizstab wieder raus, den wir mit so viel Mühe eingedichtet haben. Wo es beim letzten Mal gereicht hat, dass ich mich auf den Boiler lege und ihn fest halte während Alex mit einer großen Zange dreht, da ist es heute absolut wirkungslos. Ich bin entweder zu leicht oder zu schwach.

Wir fragen also Fritz um Hilfe. Der kommt auch gleich rüber. Während Fritz zu uns kommt, sehe ich auch Al zu uns laufen. Einer der beiden Amerikaner, der eigentlich unsere Krimpzange ausleihen will. Kann er haben, muss aber erstmal mit festhalten. Mit vereinten Kräften gibt der Boiler dann doch nach und Alex kann schweißen.

Das ist allerdings unter den gegebenen Umständen schwieriger als gedacht, denn das Material ist schon so dünn, dass er meistens ein Loch nach dem nächsten ins Material brennt. Nach über einer Stunde gibt er dann doch auf. Inzwischen ist der ganze Boiler ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, um es kurz zu sagen: der ist hin. Wir überlegen noch kurz, ob wir den Deckel nicht einfach raus schneiden und ein neues Blech reinschweißen, aber die Idee wird letzendlich doch verworfen.

Am nächsten Tag wird dann der alte Boiler wieder eingebaut. Klasse. Drei Tage Arbeit für die Katz. Da der Boiler aber ziemlich viel Platz da weg nahm, wo er war, baut Alex ihn weiter nach hinten und oben. Plötzlich höre ich „Ich brauche Hilfe!“ Der Unterton macht mir Beine. Beim Einbauen des alten Boilers weiter hinten mussten neue Schraubenlöcher gebohrt werden. Leider war da der Dieseltank der Standheizung auf der anderen Seite der Wand. Und den haben wir fröhlich angebohrt. Der wird dann so schnell wie möglich ausgebaut und unter das Boot verfrachtet.

Warum auch einmal einfach? Aber das Problem ist zumindest schnell gelöst.

Der Boiler wird geschweißt

Kategorien:Umbau

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