Was sind die (unerwartet) wichtigen Gegenstände bei uns an Bord?

Heute mal etwas anderes. Wir leben ja jetzt schon eine Weile auf unserem Boot und haben nun einiges an Erfahrung, würde ich mal forsch behaupten. Was also sind für uns nun die Gegenstände, die wir mitgenommen haben und uns dachten: „Brauchen wir wohl eh nicht?“ aber in Endeffekt doch häufig benutzt haben? Darauf möchte ich heute einmal eingehen. Für alle, die eventuell auch mit dem Gedanken spielen, auf ein Boot zu ziehen.

Auf so einem Boot sind natürlich viele Gegenstände wichtig. Das fängt bei Motor und Segel an, geht über das GPS, den Plotter und die Toilette bis hin zum Wassertank und zur Weinflasche. Der Schraubenzieher, das WD 40 und der Akkuschrauber dürfen an Bord natürlich auch nie fehlen.

Aber ich möchte heute einmal die Dinge hervorheben, die man gar nicht unbedingt für wichtig hält, aber die wir doch erstaunlich oft gebraucht haben und immernoch brauchen.

  • elektrische Kochplatte. Ja, wir sind ohne losgefahren und haben eine geschenkt bekommen, inzwischen will ich sie nicht mehr hergeben. Sogar eine Induktionsplatte, was der Grund für die Vorbesitzer war, sie abzugeben, denn ihre Töpfe haben darauf nicht funktioniert. Sobald wir in der Marina oder auf dem Trockenen sind, packe ich die Platte aus. In Marinas ist der Strom meist eh inklusive und so verbrauche ich weniger Gas und das kochen geht auch noch schneller.
  • Drucker – mit eingebautem Scanner. Ich stand ziemlich lange daheim vor meinem Drucker und habe mich gefragt, ob ich das Teil wirklich mitschleppen soll. Schließlich macht die Scan Funktion das Gerät ziemlich wuchtig. So oft wie ich den Drucker nun schon aus seinem Abteil geholt habe, muss ich mir eher einen besseren Platz ausdenken, wo ich besser ran komme.
  • Nähmaschine. Das habe ich nun auch schon von anderen Crews gehört, die ihre Nähmaschine erstaunlich oft benutzen. Nun, auch nicht jeden Tag, aber wesentlich öfter als gedacht. Man denkt ja immer so motiviert, dass sein eigenes Boot perfekt wäre, wenn man losfährt. Dann holt einen im ersten halben Jahr ziemlich schnell die Realität ein. Hier gibt es noch was, was einen ärgert, was nicht richtig tut oder verbessert werden kann. Und verschönert allemal. Dazu gehören oft Gardienen, neue Überzüge für die Sitzpolster, drinnen wie draußen, uns so weiter und so fort.
  • Schweißgerät. Zuerst sind wir ja auf einem Stahlboot losgefahren und nun auf einem GFK Boot. Bei einem Stahlboot, scheint das mit dem Schweißgerät ja noch Sinn zu machen, aber bei GFK? Seither haben wir das Schweißgerät sogar öfter benutzt als auf dem Stahlboot. Gut, Alex ist auch ein richtiger Bastler, aber auch für Leute, die weniger begabt sind, kann ich das Gerät nur empfehlen.
  • Stichsäge. Ein Gerät, dass Alex am liebsten daheim gelassen hätte, aber da jedes Boot irgendwo Holz hat und das meist nicht wenig, kann man die Stichsäge eher oft rauskramen.
  • Multimeter. Alex spezifiziert noch: ein vernünftiges Multimeter. Für alle, die so viel Ahnung von Elektrik haben, wie ich: das ist ein Gerät mit dem man alles mögliche an Steckdosen und Geräten messen kann. Ich weiß, wie man es einschaltet und ein paar Kleinigkeiten, aber da hört mein Wissen ganz schnell wieder auf. Alex hingegen nutzt es oft und es hat uns schon gute Dienste erwiesen, als hier abends der Strom ausgefallen ist und Alex über die halbe Boatyard gewandert ist um mit einem Poller wieder zu kommen, der noch Strom hatte. So musste ich nicht frieren in der Nacht.

Soweit die Liste. Ich plane, sie von Zeit zu Zeit zu überarbeiten und anzupassen. Die Liste ist natürlich sehr subjektiv, aber kann vielleicht jemand anders noch helfen, der in der Planungsphase ist. Falls Euch noch Gegenstände einfallen, die bei Euch super wichtig sind, lasst es mich in den Kommenaren wissen.

Bild an einer Hauswand. Schwarm kleiner Fische, die einen großen Fisch bilden fressen einen Prihanja.

Kategorien:Portugal, Umbau

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