„Wer immer nur das tut, was er immer getan hat, wird nur das bekommen, was er immer bekommen hat.“ – Henry Ford

Langeweile ist uns ein Graus. Alex betont es immer wieder gerne und auch ich bin gegen vieles resistent, aber Langeweile ist absolut tödlich. Das gilt für mich alleine, für uns als Paar und auch in der Arbeit. Langeweile entsteht aus Gewohnheit. Wenn ich etwas ausprobiere, dass ich zuvor noch nie getan habe, ist das nie langweilig.

Die Woche vor dem lang erwarteten Krantermin ist für uns beide völliges Neuland, sicher keine Gewohnheit. Heute sind es noch 3 Tage. So gut wie es zwischendurch einmal lief, so schlecht läuft es in dieser Woche.

Alte Geister suchen mich heim und Forderungen aus demErbe meiner Mutter verursachen mir schlaflose Nächte (etwas, das ich bislang nicht kannte). Der Fliesenleger, mit dem wir einen Termin ausgemacht hatten, hat uns kurzfristig abgesagt, weil ihm eingefallen ist, dass er für die Arbeit ja gar nicht zugelassen ist…! Die Sprayhood, die wir zum Nachnähen gebracht haben, ist noch nicht fertig, da der bestellte Faden Lieferprobleme hat. Die Ankerkette will auch trotz kompletter Teflonauskleidung des Ankerkastens nicht wie sie soll, nämlich: sich gescheit stauen. Unser bestelltes GPS Gerät hängt irgendwo im Nirgendwo fest, es kommt jedenfalls nicht an. Dafür hat Alex das alte wieder zum laufen gebracht, indem er eine Verbindung neu gelötet hat. Gut, dann haben wir jetzt ein Ersatzgerät.

Das Gestell für den Mast ist soweit fertig gestellt, das Unterwasserschiff hat nun seinen letzten Anstrich erhalten und unsere Wohnung leert sich jeden Tag ein wenig mehr. Unsere Autos sind zwar noch da, aber schon „versprochen“, quasi verkauft. Das ist zumindest sehr gut.

Morgen wird der Sperrmüll abgeholt und unsere letzten verbliebenen Möbel fliegen raus. Darunter der Kleiderschrank. Alle Klamotten liegen nun in Häufchen auf dem Boden herum, Altkleidersäcke stehen vor der Tür. Kurz: Unsere Wohnung sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen (erinnert sich noch jemand an die Flodders?).

Die Flodders

Die Flodders

(Quelle: https://bobetterblues.files.wordpress.com/2014/05/image.jpg, 12.04.2016)

Haufenprinzip Büro

Haufenprinzip Büro

Eine Woche muss ich noch arbeiten gehen. Das bedeutet, ich sortiere meinen ganzen Kram sobald ich von der Arbeit nach Hause komme, lege kurz meine Füße hoch und dann ab ins Bett. Füße hoch legen auf der Couch wird ab heute Abend nixmehr, denn auch die Couch fliegt raus. Übrig bleiben die fest eingebauten Möbel im Bad, in der Küche und unsere Schlafcouch, die erst ganz zuletzt hergegeben wird. Möbel sind dann wirklich alle weg und alles, was noch da ist, liegt auf dem Boden, ist in Tüten verpackt oder wird sonstwie gestapelt. Das wichtigste, nämlich die Kaffeemaschine, ist aber noch vorhanden und voll einsatzfähig 😉

Unser Leben ist also gerade alles, aber nicht langweilig.

Kategorien:Deutschland, Vorbereitungen

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