Wintereinbruch

Okay, das klingt vermutlich dramatischer als es ist. Oder besser gesagt, wenn man in Deutschland Wintereinbruch hört, denkt man eher an Schnee und Minusgrade. Hier sind aber schon bei den normalen Weihnachtstemperaturen angekommen. Tagsüber noch knappe 20 Grad und nachts eher zapfig mit an die 10 Grad. Ja, das ist kalt. Vor allem, wenn der Wetterumschwung so plötzlich kommt.

Seit einer Woche sind wir wieder aus Deutschland zurück. Die Zeit daheim war schön und wie immer voll geladen mit dem Wiedersehen von Freunden und der Familie.

Hier wieder angekommen, lassen wir es erstmal ruhig angehen. Die ersten Tage genießen wir das Wetter und sagen allen wieder hallo. Als wären wir monatelang weg gewesen und nicht nur eine Woche.

Unser Freund Phil ist auch wieder da, aus der englischen Quarantäne und Alex hilft wie versprochen fleißig bei ihm mit. Ich mache mich weiter an dem Großprojekt Kuchenbude zu schaffen. Es klingt immer so einfach, mal eben schnell etwas nähen. Ja, klar. Ist aber nicht so. Ich muss über jeden Schritt einzeln nachdenken und anpassen und fummeln. Ich will nicht jammern, nur erklären, warum das irgendwie ein never-ending Project ist.

Unser Freund Hans ist aus Milfontes wieder zurück gekehrt. Das liegt an der Westküste, ist wunderschön, aber ist den Witterungen des Atlantik mehr ausgesetzt als die Südküste Portugals, daher ist der Temperaturunterschied trotz der kurzen Entfernung doch immens.

Eines Abends machen wir gerade Feierabend, da klopft es vorsichtig am Rumpf. Paolo, der Mann für alle Fälle hier auf der Yard steht unten und sagt, dass wir morgen früh umgesetzt werden müssen, weil das eine Boot ganz hinten im Eck ins Wasser will und der Kran nicht an uns vorbei kommt. Große Klasse. Es windet wie immer abends mit kalten 5 Windstärken und unter unserem Boot sieht es noch aus, wie bei Hempels unter’m Sofa. So könnten wir nicht gekrant werden.

Wir fangen also schon mal an, aufzuräumen. Fünf Minuten später steht Antonio, der Chef mit Paolo da und sie diskutieren, ob nicht besser das andere Boot gegenüber weg sollte. Ja, bitte. Das wäre ganz toll. Weitere fünf Minuten später sind alle weg und nur wir beide stehen noch da und fragen uns, was jetzt ist. Werden wir nun umgesetzt oder nicht?

Tja, selbst wenn wir jetzt eine Aussage bekämen, ob die morgen früh noch die gleiche ist, ist eher fraglich. Also, gehen wir wieder ins Warme und gucken einfach morgen früh, was denn nun passieren soll.

Sonnenuntergang am Strand bleibt schön.
Oder nicht?

Kategorien:Umbau

  1. Hallo Ihr Lieben!
    welcher Strandabschnitt ist das auf diesen wunderschönen Bildern?
    Praya de Rocha liegt westlich der Hafeneinfahrt und ist es wohl nicht.
    Östlich der Hafeneinfahrt von Portimao sind n. m. E. nur Felsen…
    LG aus dem feucht kalten (nachts 5 Grad Celsius) Kiel

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