Wir müssen umankern

Der Wetterbericht sagt dir diese Woche nicht viel gutes voraus. Südwind, Regen und starke Böen. Unser Ankerplatz ist sehr geschützt von allen Seiten, nur eben Süd- Südwest Wind ist nicht so toll, weil dann die Wellen ihren Weg hinein finden.

Wir warten mal ab, wie es wird. Am Samstag Nachmittag dann beginnt es. Wir schaukeln hin und her, zwar nicht stark, aber es nervt jetzt schon und es soll ja nicht wirklich besser werden. Also beschließen wir, umzuankern.

Unsere Freunde, Dörte und Jens liegen in seit einiger Zeit weiter drinnen, dort wo sonst die großen Kreuzfahrtschiffe drehen. Die kommen derzeit eh nicht, dann können wir auch dort ankern. Gesagt, getan.

Der Anker ist bald oben. Wir fahren ein oder zwei Kreise. Dann entschließen wir uns für einen Platz und werfen den Haken. Rückwärts festziehen, sitzt. Viel besser hier, viel ruhiger. Wir legen uns hin und kaum sind wir später eingeschlafen, weckt und eine heftige Böe, die aus dem Nichts zu kommen scheint. Das Boot krängt auf einmal und fängt an, sich zu bewegen.

Dazu Regen aus Kübeln. Dann müssen doch noch mal aufstehen und gucken, ob der Anker hält (das Land ist hier verdächtig nahe) und ob alles dicht ist. Es ist fast alles dicht (Fenster richtig zu machen hilft) und der Anker hält. Es kommt lustiger Weise nur die eine Böe, die 35 Knoten hatte. Der Rest der Nacht ist ruhig, auch wenn es viel regnet.

Wir sind jedenfalls froh, dass wir den Platz gewechselt haben. Am nächsten Morgen sehen wir, wie die Wellen über den Wellenbrecher laufen. Alles richtig gemacht. Hier hinten ist die Aussicht nicht so hübsch, aber dafür liegen wir ruhig.

Die Tage verbringen wir ruhig. Die Strände sind gesperrt, wir können eh nirgends hin. Wir sind einfach happy, wieder im Wasser zu sein. Die ersten Tage sind wir einfach nur faul, dann fangen wir an, ein paar Dinge unserer to do Liste abzuhaken.

Schwer zu sehen, aber wir liegen da in der Mitte
Regen, Regen, Regen

Kategorien:Umbau

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