Ziele

Frohe,  mehr oder minder verspätete Ostern aus Griechenland. Während die guten Christen unter uns schon vor zwei Wochen gefeiert haben, zelebrierten die orthodoxen Griechen das Fest am vergangenen Wochenende. Und Ostern ist hier wichtiger als Weihnachten. Dementsprechend leergefegt waren die Strraßen und auch die uns umgebenden Restaurants blieben tatsächlich von Samstag mittag bis Montag Abend geschlossen. Wo ich sonst über die Ostertage Skifahren war, steigt das Thermometer hier nun tagsüber locker in die 25 Grad und darüber. Der erste Sonnenbrand lässt dementsprechend auch nicht lange auf sich warten.

Nach nun monatelangem schrauben, streichen, krabbeln, putzen und ersetzen sind wir nun guten Mutes und wollen am kommenden Wochenende zu einem Probeschlag aufbrechen. Motor und Generator tun hier am Steg zuverlässig ihren Dienst, die Segel waren beim Segelmacher, sind überarbeitet, das Rigg geprüft, neue Schoten sind angebracht, Winschen sind überholt und auf unserer noch-zu-tun Liste können wir jeden Tag etwas abhaken. Die Polster der Cockpitkissen haben nach viel, langer Arbeit neue wasserfeste Überzüge. Auch die Fenster im Salon haben neue Gardienen. Meine Nähmaschine tut geduldig ihren Dienst und ich bin schon mehr als einmal froh gewesen, sie dabei zu haben. Hätte ich bei der Abfahrt auch nicht gedacht.

Wir sind wirklich froh, bald wieder loszukommen, auch weil uns Athen nicht so sonderlich gefällt. Wir sind das Großstadtleben eben nicht mehr gewöhnt. Allerdings gibt es hier allerlei Läden, die alles und nichts verkaufen. Im Gegensatz zu Deutschland findet man hier noch schäbige Hinterhof Garagen, die eher Schabracken ähneln. Niemals würde ich von dem Aussehen der Läden drauf schließen, bei einem Fachmenschen gelandet zu sein. Aber wir haben gelernt, dass wir uns hier überraschen lassen müssen. Man muss auf Empfehlungen anderer Leute hören und einfach mal reingehen. Spezielle Filter für Öl, Wasser und Diesel haben wir in so einem Laden gefunden, wo wir den einen oder anderen beim Marinefachhändler nicht erwerben konnten. Da gehen wir in den Laden, an den winzigen Tisch, den man kaum Annahme oder Büro nennen kann, beim besten Willen nicht. Aber kaum halten wir dem einen Mitarbeiter, der englisch spricht, den gewünschten Filter unter die Nase, dreht er sich um, sucht kurz und schwupps, da isser. Auch einen sehr speziellen Filter fürs Getriebeöl hat er und beide zu einem sehr guten Preis.

Der Wetterbericht wird nun wieder regelmäßig geprüft, jeden Tag werden weitere Punkte erledigt und wir sind freudig gespannt wie es dann endlich wird, wenn wir losfahren.

Kategorien:Griechenland, Umbau

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